3.5 Fehlerwiederherstellung und Neustart (ERROR RECOVERY AND RESTART)
Es gibt keine Vorsorge für die Erkennung von verlorenen oder verwürfelten Bits bei der Datenübertragung; diese Ebene der Fehlerkontrolle wird durch TCP behandelt. Es wird jedoch ein Neustartverfahren bereitgestellt, um Benutzer vor schwerwiegenden Systemausfällen (einschließlich Ausfällen eines Hosts, eines FTP-Prozesses oder des zugrunde liegenden Netzwerks) zu schützen.
Das Neustartverfahren ist nur für die Block- und komprimierten Modi der Datenübertragung definiert. Es erfordert, dass der Sender der Daten einen speziellen Markercode (Marker Code) mit einigen Markerinformationen in den Datenstrom einfügt. Die Markerinformationen haben nur für den Sender Bedeutung, müssen aber aus druckbaren Zeichen in der Standard- oder ausgehandelten Sprache der Steuerungsverbindung (ASCII oder EBCDIC) bestehen. Der Marker könnte eine Bitzählung, eine Datensatzzählung oder andere Informationen darstellen, durch die ein System einen Daten-Checkpoint (Checkpoint) identifizieren kann. Der Empfänger der Daten würde, wenn er das Neustartverfahren implementiert, dann die entsprechende Position dieses Markers im empfangenden System markieren und diese Informationen an den Benutzer zurückgeben.
Im Falle eines Systemausfalls kann der Benutzer die Datenübertragung neu starten, indem er den Fehlerpunkt mit dem FTP-Neustartverfahren identifiziert. Das folgende Beispiel veranschaulicht die Verwendung des Neustartverfahrens.