5. Detailliertes Design
5. Detailliertes Design
Dieses Dokument definiert verschiedene "IP-Behandlungsmodi", die User Agents implementieren können. Diese Modi bestimmen, welche ICE-Kandidaten gesammelt und offengelegt werden.
Modus 1: Alle Adressen aufzählen (Standard für vertrauenswürdige Apps)
Sammle alle Host-, Server-reflexiven und Relay-Kandidaten. Dies bietet die beste Konnektivität, aber den geringsten Datenschutz.
Modus 2: Nur Standardroute (Empfohlener Standard)
Sammle nur den Kandidaten, der der Standardroute (der Schnittstelle, die zum Erreichen des Internets verwendet wird) zugeordnet ist.
- Standard-öffentliche IP: Offengelegt.
- Zugehörige private IP: Die der Standardroute zugeordnete private IP KANN mittels mDNS (Multicast DNS) verborgen werden.
Modus 3: Nur Relay (Hoher Datenschutz)
Sammle nur Relay-Kandidaten (TURN).
- Host-/Reflexive Kandidaten: Unterdrückt.
- Datenschutz: Hoch. Dem Peer wird keine lokale oder öffentliche IP direkt offenbart; der Verkehr läuft über den TURN-Server.
- Kosten: Erfordert TURN-Serverressourcen und erhöht die Latenz.
Modus 4: Nur öffentliche Schnittstellen
Sammle nur Host-Kandidaten, die öffentliche IP-Adressen sind. Private Adressen werden ignoriert.
mDNS für Host-Kandidaten
Um lokale LAN-Konnektivität zu ermöglichen, ohne die tatsächliche private IP-Adresse an die Anwendung weiterzugeben, können Browser mDNS-Hostnamen (z.B. [uuid].local) als ICE-Kandidaten verwenden. Der Browser löst diese Hostnamen lokal auf, wenn sich der Peer im selben Netzwerk befindet, was eine direkte Verbindung ermöglicht, ohne die numerische IP an die Anwendung weiterzugeben.