4. Überblick
4. Überblick
Die WebRTC-Sicherheitsarchitektur besteht aus mehreren Schichten:
4.1 Protokolle
WebRTC verwendet bestehende sichere Protokolle:
- DTLS-SRTP [RFC5764] für Medienverschlüsselung und Schlüsselaufbau.
- SCTP über DTLS [RFC8261] für Datenkanäle.
- ICE [RFC8445] für NAT-Traversal und Zustimmungsüberprüfung.
4.2 Anwendungsschnittstelle
Die WebRTC-API ermöglicht es der Webanwendung, sichere Verbindungen aufzubauen. Der Browser (UA) erzwingt jedoch Sicherheitsinvarianten, die die Anwendung nicht außer Kraft setzen kann, wie zum Beispiel:
- Obligatorische Verschlüsselung für alle Medien und Daten.
- Ausdrückliche Zustimmung des Benutzers für den Zugriff auf Geräte (Kamera, Mikrofon).
- Durchsetzung der Same-Origin Policy.
4.3 Identität
Um den sicheren Kanal (DTLS) an eine menschliche Identität zu binden, verwendet WebRTC einen Identitäts-Assertionsmechanismus. Ein Identity Provider (IdP) generiert eine Assertion (z.B. ein digital signiertes Token), die die Identität des Benutzers mit dem DTLS-Fingerabdruck seines UA verknüpft. Diese Assertion wird an den Remote-Peer weitergegeben, der sie beim IdP verifiziert. Dies stellt sicher, dass die Person am anderen Ende des sicheren Kanals die vom IdP bestätigte Identität kontrolliert.