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5.1. IGP Mirroring Context Segment (IGP-Spiegelungskontext-Segment)

Ein Anwendungsfall für ein Bindungs-Segment (Binding segment) besteht darin, einen IGP-Knoten zu unterstützen, um seine Fähigkeit anzukündigen, Verkehr zu verarbeiten, der ursprünglich für einen anderen IGP-Knoten bestimmt war, der als "gespiegelter Knoten" (mirrored node) bezeichnet und durch eine IP-Adresse oder eine Node-SID identifiziert wird, vorausgesetzt, dass ein Spiegelungskontext-Segment (Mirroring Context segment) in die Segmentliste vor jedem dem gespiegelten Knoten lokalen Dienstsegment eingefügt wird.

Wenn ein gegebener Knoten B Schutz für den Egress-Knoten A bieten möchte, kündigt er ein Segment an, das den Kontext des Knotens A identifiziert. Ein solches Segment wird als "Spiegelungskontext-Segment" (Mirroring Context segment) bezeichnet und durch die Spiegel-SID (Mirror SID) identifiziert.

Die Spiegel-SID wird unter Verwendung des in den SR IGP-Protokollerweiterungen [ISIS-SR-EXT] definierten Bindungs-Segments angekündigt.

Im Falle eines Ausfalls führt ein Point of Local Repair (PLR), der den Verkehr von A nach B umleitet, einen PUSH der Spiegel-SID auf den geschützten Verkehr durch. Beim Empfang des Verkehrs mit der Spiegel-SID als aktivem Segment verwendet B dieses Segment und verarbeitet die zugrunde liegenden Segmente im Kontext von A.