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1. Einführung (Introduction)

HTTP/2 [RFC7540] ermöglicht es Clients, verschiedene Ursprünge (Origins) [RFC6454] auf derselben Verbindung zusammenzuführen (coalesce), wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. In einigen Fällen ist eine Verbindung jedoch für einen zusammengeführten Ursprung nicht verwendbar, weshalb der Statuscode 421 (Misdirected Request) ([RFC7540], Abschnitt 9.1.2) definiert wurde.

Die Verwendung eines Statuscodes auf diese Weise ermöglicht es Clients, sich von fehlgeleiteten Anfragen zu erholen, jedoch auf Kosten zusätzlicher Latenz. Um dies zu beheben, definiert diese Spezifikation einen neuen HTTP/2-Frame-Typ, "ORIGIN", um Servern zu ermöglichen, anzugeben, für welche Ursprünge eine Verbindung verwendbar ist.

Darüber hinaus hat die Erfahrung gezeigt, dass die Anforderung von HTTP/2, die Serverautorität sowohl über DNS als auch über das Zertifikat des Servers festzulegen, beschwerlich ist. Diese Spezifikation lockert die Anforderung, DNS zu überprüfen, wenn der ORIGIN-Frame verwendet wird. Dies hat zusätzliche Vorteile, wie z. B. die Beseitigung der Latenz, die mit einigen DNS-Abfragen verbunden ist.

1.1. Notationskonventionen

Die Schlüsselwörter "MUST", "MUST NOT", "REQUIRED", "SHALL", "SHALL NOT", "SHOULD", "SHOULD NOT", "RECOMMENDED", "NOT RECOMMENDED", "MAY" und "OPTIONAL" in diesem Dokument sind so zu interpretieren, wie in BCP 14 [RFC2119] [RFC8174] beschrieben, wenn und nur wenn sie in Großbuchstaben erscheinen, wie hier gezeigt.