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Appendix B. Changes Since RFC 2460 (Änderungen seit RFC 2460)

Dieses Dokument macht RFC 2460 obsolet. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung der wichtigsten Änderungen seit RFC 2460:

B.1 Änderungen an Abschnitt 4

  • Verarbeitung von Erweiterungsheadern: Abschnitt 4 wurde aktualisiert, um zu klären, wie Zwischenknoten Pakete mit unbekannten Erweiterungsheadern verarbeiten sollten. RFC 2460 ging implizit davon aus, dass Zwischenknoten alle Erweiterungsheader untersuchen und verarbeiten würden, aber dieses Dokument klärt, dass Zwischenknoten im Allgemeinen keine Erweiterungsheader untersuchen sollten, bis sie das Ziel erreichen.

  • Verarbeitung des Hop-by-Hop-Options-Headers: Klargestellt, dass der Hop-by-Hop-Options-Header von allen Knoten auf dem Pfad untersucht werden sollte.

B.2 Änderungen an Abschnitt 4.5 (Fragment-Header)

  • Generierung von Fragment-Identifikatoren: Spezifischere Anleitungen zur Generierung von Fragment-Identifikatoren hinzugefügt. Implementierungen sollten (SHOULD) den Anleitungen in [RFC7739] folgen.

  • Atomare Fragmente: Das Konzept der atomaren Fragmente wurde entfernt. Siehe [RFC6946].

  • Fragment-Wiederzusammensetzung: Klargestellt, dass Schutz gegen den Angriff mit sich überlappenden Fragmenten ([RFC5722]) implementiert werden sollte.

B.3 Änderungen an Abschnitt 4.6 (Destination-Options-Header)

  • Zwei Destination-Options-Header: Klargestellt, dass maximal zwei Destination-Options-Header in einem Paket vorhanden sein können: einer vor dem Routing-Header (verarbeitet von Zwischenzielen) und einer nach dem Routing-Header (verarbeitet vom endgültigen Ziel).

B.4 Änderungen an Abschnitt 5 (Paketgrößenprobleme)

  • Verbindungs-MTU: Bekräftigt, dass alle Verbindungen eine MTU von 1280 Oktetten oder mehr haben müssen.

  • Verarbeitung der Paketgröße: Die Bedeutung der Unterstützung von Verbindungsschichten, die Pakete von mehr als 1500 Oktetten verarbeiten können, betont.

B.5 Änderungen an Abschnitt 8.1 (Prüfsummen höherer Schichten)

  • Pseudo-Header-Berechnung: Klargestellt, dass Erweiterungsheader nicht (MUST NOT) in die Pseudo-Header-Berechnung für Prüfsummen höherer Schichten einbezogen werden dürfen.

B.6 Verwendung von RFC-2119-Schlüsselwörtern

  • Aktualisierung und Klarstellung der Verwendung von RFC-2119-Schlüsselwörtern (MUST, SHOULD, MAY usw.) gemäß den Anforderungen von RFC 8174.

B.7 Aktualisierung der Sicherheitsüberlegungen

  • Erweiterung von Abschnitt 10 (Sicherheitsüberlegungen), um detailliertere Informationen zu bekannten Sicherheitsproblemen bereitzustellen:
    • Veraltung des Routing-Header-Typs 0 ([RFC5095])
    • Fragmentierungsangriffe ([RFC5722])
    • Begrenzung der Länge der Erweiterungsheader-Kette

B.8 Aktualisierung der IANA-Überlegungen

  • Aktualisierung von Abschnitt 9, um die Erstellung des neuen IANA-Registers „IPv6 Extension Header Types" widerzuspiegeln.

B.9 Aktualisierung der Referenzen

  • Hinzufügung vieler neuer normativer und informativer Referenzen.
  • Aktualisierung alter Referenzen mit neueren RFCs.

B.10 Sonstige redaktionelle Änderungen

  • Im gesamten Dokument wurden zahlreiche redaktionelle Änderungen vorgenommen, um Klarheit und Konsistenz zu verbessern.
  • Standardisierung der Terminologieverwendung.
  • Aktualisierung von Abbildungen und Tabellen.