5.2.3. Prefix Advertisement (Präfix-Ankündigung)
5.2.3. Prefix Advertisement (Präfix-Ankündigung)
Eine Clos-Topologie weist eine große Anzahl von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und zugehörigen Präfixen auf. Das Ankündigen all dieser Routen in BGP kann zu einer Überlastung der Forwarding Information Base (FIB) in den Netzwerkgeräten führen. Das Ankündigen dieser Verbindungen belastet auch die BGP-Kontrollebene zusätzlich mit Pfadberechnungen bei geringem Nutzen. Es gibt zwei mögliche Lösungen:
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Keine Punkt-zu-Punkt-Verbindungen in BGP ankündigen. Da das EBGP-basierte Design die Next-Hop-Adresse an jedem Gerät ändert, werden entfernte Netzwerke automatisch über den ankündigenden EBGP-Peer erreichbar sein und benötigen keine Erreichbarkeit zu diesen Präfixen. Dies kann jedoch Betrieb oder Überwachung erschweren: z.B. zeigt die Verwendung des beliebten "traceroute"-Tools IP-Adressen an, die nicht erreichbar sind.
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Punkt-zu-Punkt-Verbindungen ankündigen, aber auf jedem Gerät zusammenfassen. Dies erfordert ein Adresszuweisungsschema wie die Zuweisung eines zusammenhängenden Blocks von IP-Adressen pro Tier-1- und Tier-2-Gerät, die für die Punkt-zu-Punkt-Schnittstellenadressierung zu den unteren Schichten verwendet werden (Tier-2-Uplinks werden aus Tier-1-Adressblöcken zugewiesen usw.).
Server-Subnetze auf Tier-3-Geräten müssen ohne Verwendung von Routenzusammenfassung auf Tier-2- und Tier-1-Geräten in BGP angekündigt werden. Das Zusammenfassen von Subnetzen in einer Clos-Topologie führt bei einem einzelnen Linkausfall (z.B. zwischen Tier-2- und Tier-3-Geräten) zu Routen-Black-Holing und muss daher vermieden werden. Die Verwendung von Peer-Links innerhalb derselben Ebene zur Lösung des Black-Holing-Problems durch Bereitstellung von "Bypass-Pfaden" ist aufgrund der O(N^2)-Komplexität des Peering-Mesh und der Verschwendung von Ports auf den Geräten unerwünscht. Eine Alternative zum vollständigen Mesh von Peer-Links wäre die Verwendung einer einfacheren Bypass-Topologie, z.B. eines "Rings", wie in [FB4POST] beschrieben, aber eine solche Topologie fügt zusätzliche Hops hinzu und hat begrenzte Bandbreite. Sie kann spezielle Anpassungen erfordern, damit BGP-Routing funktioniert, z.B. das Aufteilen jedes Geräts in eine eigene ASN. Später in diesem Dokument stellt Section 8.2 eine weniger invasive Methode zur Durchführung einer begrenzten Form der Routenzusammenfassung in Clos-Netzwerken vor und diskutiert die damit verbundenen Kompromisse.