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2.22. IPComp

2.22. IPComp

Die Nutzung von IP-Kompression [IP-COMP] kann beim Aufbau einer Child SA ausgehandelt werden. IP-Kompression fügt pro Paket einen zusätzlichen Header und einen Compression Parameter Index (CPI) hinzu; die virtuelle „Kompressionsassoziation“ existiert nur innerhalb der sie enthaltenden ESP- oder AH-SA und verschwindet mit dieser, ohne explizite Erwähnung in Delete-Nutzlasten.

Die IPComp-Aushandlung ist getrennt von kryptografischen Parametern. Ein Kind-SA-anfordernder Knoten KANN einen oder mehrere unterstützte Kompressionsalgorithmen über Notify IPCOMP_SUPPORTED ankündigen, nur in Nachrichten mit SA-Nutzlast zur Child-SA-Aushandlung. Die Antwort KANN mit einer IPCOMP_SUPPORTED einen Algorithmus akzeptieren. Diese Nutzlasten DÜRFEN nicht ohne SA vorkommen.

Die zugehörigen Daten: zwei Oktette IPComp-CPI, ein Oktett Transform-ID, optional Attribute. Mehrere IPCOMP_SUPPORTED in Vorschlägen möglich; in der Annahme höchstens eine.

Transform-IDs (Stand RFC 4306; aktuell [IKEV2IANA]):

NameNumberDefined In
IPCOMP_OUI1(UNSPECIFIED)
IPCOMP_DEFLATE2RFC 2394
IPCOMP_LZS3RFC 2395
IPCOMP_LZJH4RFC 3051

Implementierungen dieser Spezifikation DÜRFEN keinen nicht vorgeschlagenen IPComp-Algorithmus akzeptieren, nicht mehr als einen und nicht mit anderem Algorithmus komprimieren als vorgeschlagen und akzeptiert.

Nebenwirkung: Mehrere kryptografische Suites mit selektivem IPComp sind nicht möglich.

In manchen Fällen ist ROHC geeigneter. [ROHCV2] definiert ROHC mit IKEv2 und IPsec.