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3.2.1. Lokale Kommunikation

Link-lokale IPv6-Adressen werden von Hosts verwendet, die auf einer einzelnen Verbindung kommunizieren. Unique Local IPv6 Unicast Addresses (ULAs) [RFC4193] werden von Hosts verwendet, die innerhalb des Endbenutzernetzwerks über mehrere Verbindungen hinweg kommunizieren, aber ohne dass die Anwendung eine global routbare Adresse verwenden muss. Der IPv6-CE-Router fungiert standardmäßig als Abgrenzungspunkt zwischen zwei Netzwerken, indem er eine ULA-Grenze, eine Multicast-Zonengrenze und Ingress- und Egress-Verkehrsfilter bereitstellt.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Dokuments behandeln mehrere Host-Implementierungen nicht den Fall, in dem sie eine konfigurierte IPv6-Adresse haben und keine IPv6-Konnektivität, entweder weil die Adresse selbst eine begrenzte topologische Erreichbarkeit hat (z. B. ULA) oder weil der IPv6-CE-Router nicht mit dem IPv6-Netzwerk auf seiner WAN-Schnittstelle verbunden ist. Um Host-Implementierungen zu unterstützen, die Multihoming in einer Multi-Präfix-Umgebung nicht behandeln [MULTIHOMING-WITHOUT-NAT], sollte der IPv6-CE-Router sich nicht, wie in den nachfolgenden Anforderungen detailliert beschrieben, als Standard-Router auf den LAN-Schnittstellen ankündigen, wenn er keine IPv6-Konnektivität auf der WAN-Schnittstelle hat oder wenn er nicht mit IPv6-Adressen bereitgestellt ist. Für lokale IPv6-Kommunikation werden die in [RFC4191] spezifizierten Mechanismen verwendet.

ULA-Adressierung ist nützlich, wenn der IPv6-CE-Router mehrere LAN-Schnittstellen mit Hosts hat, die miteinander kommunizieren müssen. Wenn der IPv6-CE-Router nur eine einzelne LAN-Schnittstelle (IPv6-Verbindung) hat, kann stattdessen link-lokale Adressierung verwendet werden.

Die Koexistenz mit IPv4 erfordert, dass alle IPv6-CE-Router im LAN diesen Empfehlungen entsprechen, insbesondere den Anforderungen ULA-5 und L-4 unten.