3.1. Aktuelle IPv4-Endbenutzer-Netzwerkarchitektur
Ein Endbenutzernetzwerk wird wahrscheinlich sowohl IPv4 als auch IPv6 unterstützen. Es wird nicht erwartet, dass ein Endbenutzer seine bestehende Netzwerktopologie mit der Einführung von IPv6 ändert. Es gibt einige Unterschiede in der Funktionsweise und Bereitstellung von IPv6; diese Unterschiede haben Auswirkungen auf die Netzwerkarchitektur. Ein typisches IPv4-Endbenutzernetzwerk besteht aus einem "Plug-and-Play"-Router mit NAT-Funktionalität und einer einzelnen Verbindung dahinter, die mit dem Dienstanbieternetzwerk verbunden ist.
Eine typische IPv4-NAT-Bereitstellung blockiert standardmäßig alle eingehenden Verbindungen. Das Öffnen von Ports ist typischerweise über ein Universal Plug and Play Internet Gateway Device (UPnP IGD) [UPnP-IGD] oder ein anderes Firewall-Steuerungsprotokoll erlaubt.
Eine weitere Konsequenz der Verwendung von privatem Adressraum im Endbenutzernetzwerk ist, dass es stabile Adressierung bietet; das heißt, sie ändert sich nie, selbst wenn Sie den Dienstanbieter wechseln, und die Adressen sind immer vorhanden, auch wenn die WAN-Schnittstelle ausgefallen ist oder der Kundenrandrouter noch nicht bereitgestellt wurde.
Viele vorhandene Router unterstützen dynamisches Routing (das Routen von anderen Routern lernt), und fortgeschrittene Endbenutzer können beliebige, komplexe Netzwerke durch manuelle Konfiguration von Adresspräfixen in Kombination mit einem dynamischen Routing-Protokoll aufbauen.