6.3. Behandlung von IPv6-Präfixen
6.3. Behandlung von IPv6-Präfixen
Es gibt zwei relevante IPv6-Präfixe, die dem CLAT bekannt sein müssen.
Erstens muss der CLAT seine eigenen IPv6-Präfixe kennen. Der CLAT SOLLTE ein /64 für die Uplink-Schnittstelle, ein /64 für alle Downlink-Schnittstellen und ein dediziertes /64-Präfix zum Senden und Empfangen zustandslos übersetzter Pakete erhalten. Wenn für die Übersetzung kein dediziertes /64-Präfix aus DHCPv6-PD [RFC3633] verfügbar ist, KANN der CLAT NAT44 für alle IPv4-LAN-Pakete durchführen, sodass alle vom LAN ausgehenden IPv4-Pakete von einer einzigen IPv4-Adresse zu stammen scheinen und anschließend zustandslos in eine IPv6-Adresse einer Schnittstelle übersetzt werden, die der CLAT über das Neighbor Discovery Protocol (NDP) beansprucht und mit Duplicate Address Detection (DAD) verteidigt.
Zweitens muss der CLAT das auf der PLAT-Seite verwendete Übersetzungs-IPv6-Präfix ermitteln, das als Ziel des PLAT dient. Der CLAT verwendet dieses Präfix als Ziel aller Übersetzungspakete, die eine zustandsbehaftete Übersetzung ins IPv4-Internet erfordern. Er KANN das PLAT-seitige Übersetzungspräfix mittels [Discovery-Heuristic] ermitteln. Künftig werden möglicherweise weitere Mechanismen, etwa eine neue DHCPv6-Option, zur Übermittlung des PLAT-seitigen Übersetzungspräfixes definiert.