5.1. Peer-Verbindungen
Verbindungen zwischen Diameter-Peers werden mit ihrer gültigen DiameterIdentity hergestellt. Ein Diameter-Knoten, der eine Verbindung aufbaut, MUSS die DiameterIdentity des Peers kennen. Methoden zur Peer-Entdeckung finden sich in Abschnitt 5.2.
Obwohl ein Knoten viele mögliche Peers haben kann, ist es nicht immer sinnvoll, zu allen eine bestehende Verbindung zu halten. Mindestens SOLLTE ein Knoten pro Realm zwei etablierte Verbindungen zu Peers haben, primärer (primary) und sekundärer (secondary) Peer. Zusätzliche Verbindungen sind zulässig (MAY). Üblicherweise gehen Nachrichten an den primären Peer; bei Failover gehen ausstehende Anfragen an den sekundären. Implementierungen dürfen Last verteilen (load balance).
Derselbe Peer kann in einem Realm primär und in einem anderen sekundär sein (MAY).
Wird ein Peer als verdächtig (suspect) eingestuft, z. B. weil innerhalb der Frist kein DWA eintrifft, sollten keine neuen Anfragen mehr weitergeleitet werden, sondern Failover greifen. Beim Wechsel in diesen Modus SOLLTEN zusätzliche Verbindungen aufgebaut werden.
Ein Peer wird von der Verdachtsliste entfernt, wenn: (1) er unerreichbar ist und die Transportverbindung geschlossen wird (Zustand closed), oder (2) drei Watchdog-Nachrichten mit akzeptabler Round-Trip-Zeit ausgetauscht wurden und die Verbindung stabil gilt.
War der entfernte Peer primär oder sekundär, SOLLTE ein Ersatz-Peer diese Rolle übernehmen.