7. Interactions with Routing (Interaktionen mit Routing)
7. Interactions with Routing (Interaktionen mit Routing)
Diese Spezifikation der Quelladressauswahl nimmt an, dass Routing (genauer gesagt, die Auswahl einer ausgehenden Schnittstelle auf einem Knoten mit mehreren Schnittstellen) vor der Quelladressauswahl durchgeführt wird. Implementierungen KÖNNEN jedoch Quelladressüberlegungen als Tiebreaker verwenden, wenn sie zwischen ansonsten gleichwertigen Routen wählen.
Zum Beispiel nehmen wir an, dass ein Knoten Schnittstellen auf zwei verschiedenen Links hat, wobei beide Links einen funktionierenden Standard-Router haben. Beide Schnittstellen haben bevorzugte (im Sinne von RFC 4862) globale Adressen. Wenn an eine globale Zieladresse gesendet wird, und es keinen Routing-Grund gibt, eine Schnittstelle gegenüber der anderen zu bevorzugen, dann KANN eine Implementierung vorzugsweise die ausgehende Schnittstelle wählen, die es ihr ermöglicht, die Quelladresse zu verwenden, die ein längeres gemeinsames Präfix mit dem Ziel teilt.
Implementierungen, die Regel 5.5 der Quelladressauswahl (Abschnitt 5) unterstützen, verwenden auch die Wahl des Routers, um die Wahl der Quelladresse zu beeinflussen. Zum Beispiel nehmen wir an, dass ein Host auf einem Link mit zwei Routern ist. Ein Router beworben ein globales Präfix A und der andere Router beworben globales Präfix B. Dann könnte der Host beim Senden über den ersten Router Quelladressen mit Präfix A bevorzugen und beim Senden über den zweiten Router Quelladressen mit Präfix B bevorzugen.