5. Service Names (Dienstnamen)
5. Service Names (Dienstnamen)
Dienstnamen sind der eindeutige Schlüssel im Dienstnamen- und Transportprotokoll-Portnummernregister. Dieser eindeutige symbolische Name für einen Dienst kann auch für andere Zwecke verwendet werden, wie z. B. in DNS-SRV-Einträgen [RFC2782]. Innerhalb des Registers stellt dieser eindeutige Schlüssel sicher, dass verschiedene Dienste eindeutig unterschieden werden können, wodurch Namenskollisionen verhindert und Verwirrung darüber vermieden wird, wer der Empfänger für einen bestimmten Eintrag ist.
Es kann mehr als einen Dienstnamen geben, der mit einem bestimmten Transportprotokoll und Port verbunden ist. Eine solche Portnummern-Überladung kann auf drei Arten auftreten:
- Überladung tritt auf, wenn ein Dienst eine Erweiterung eines anderen Dienstes ist und ein In-Band-Mechanismus existiert, um festzustellen, ob die Erweiterung vorhanden ist oder nicht.
- Durch historischen Zufall hat der Dienstname "http" zwei Synonyme "www" und "www-http". Bei Verwendung in SRV-Einträgen sollte nur der Dienstname "http" verwendet werden.
- Wie in Abschnitt 10.1 angegeben, wurde Überladung verwendet, um Ersatznamen zu erstellen, die mit der Syntax übereinstimmen, die dieses Dokument für Legacy-Namen vorschreibt, die dieser Syntax noch nicht entsprechen.
Daher werden Zuweisungsanfragen für neue Namen für bestehende registrierte Dienste abgelehnt. Dienstnamen werden nach dem "Windhund"-Prinzip zugewiesen. Namen sollten kurz und informativ sein und Wörter oder Abkürzungen vermeiden, die im Kontext des Registers redundant sind.
5.1. Service Name Syntax (Dienstnamen-Syntax)
Gültige Dienstnamen werden hiermit normativ wie folgt definiert:
- MÜSSEN mindestens 1 Zeichen und höchstens 15 Zeichen lang sein
- MÜSSEN nur US-ASCII-Buchstaben 'A' - 'Z' und 'a' - 'z', Ziffern '0' - '9' und Bindestriche ('-') enthalten
- MÜSSEN mindestens einen Buchstaben ('A' - 'Z' oder 'a' - 'z') enthalten
- DÜRFEN NICHT mit einem Bindestrich beginnen oder enden
- Bindestriche DÜRFEN NICHT neben anderen Bindestrichen stehen
Der Grund für die Anforderung mindestens eines Buchstabens besteht darin, Dienstnamen wie "23" (könnte mit einer numerischen Portnummer verwechselt werden) oder "6000-6063" (könnte mit einem numerischen Portbereich verwechselt werden) zu vermeiden.
5.2. Service Name Usage in DNS SRV Records (Verwendung von Dienstnamen in DNS-SRV-Einträgen)
Die DNS-SRV-Spezifikation [RFC2782] besagt, dass der Service-Label-Teil des Eigentümernamens eines DNS-SRV-Eintrags ein "Service"-Element enthält, das als "der symbolische Name des gewünschten Dienstes" beschrieben wird.
Dieses Dokument klärt, dass das Service-Label ein Dienstname sein MUSS, wie hier definiert, mit einem vorangestellten Unterstrich. Der Dienstname SOLLTE bei IANA registriert und im Dienstnamen- und Transportprotokoll-Portnummernregister [PORTREG] aufgezeichnet werden.