Appendix A. Deployment Considerations (Anhang A: Bereitstellungsüberlegungen)
Appendix A. Deployment Considerations (Bereitstellungsüberlegungen)
A.1 AFTR Service Distribution and Horizontal Scaling (AFTR-Dienstverteilung und horizontale Skalierung)
Einer der wesentlichen Vorteile der Dual-Stack-Lite-Technologie liegt darin, dass es eine tunnelbasierte Lösung ist. Daher können Tunnel-Endpunkte an beliebiger Stelle im Netz des Dienstanbieters stehen.
Unter Verwendung der DHCPv6-Tunnel-Endpunkt-Option [RFC6334] können Dienstanbieter Gruppen von Nutzern erstellen, die denselben AFTR teilen. Diese Gruppen können nach Belieben zusammengeführt oder geteilt werden. Dies führt zu einer horizontal skalierten Lösung, bei der mehr Kapazität durch mehr AFTRs hinzugefügt wird. Da sich diese Nutzergruppen im Laufe der Zeit ändern können, ist es am besten sicherzustellen, dass AFTRs keine per-Nutzer-Konfiguration erfordern, um Dienst zu erbringen.
A.2 Horizontal Scaling (Horizontale Skalierung)
Ein Dienstanbieter kann mit nur wenigen zentralisierten AFTRs beginnen. Später, wenn mehr Kapazität benötigt wird, können weitere AFTRs hinzugefügt und näher an die Ränder des Zugangsnetzes verlagert werden.
A.3 High Availability (Hohe Verfügbarkeit)
Ein wichtiges Element im Design der Dual-Stack-Lite-Technologie ist die Einfachheit der Implementierung auf der Kundenseite. Ein IPv4-in-IPv6-Tunnel und eine Standardroute darüber im B4-Element sind alles, was für IPv4-Konnektivität nötig ist. Es wird angenommen, dass hohe Verfügbarkeit (high availability) in der Verantwortung des Dienstanbieters liegt, nicht der Kundengeräte, die Dual-Stack Lite implementieren. Daher wird in der in [RFC6334] definierten DHCPv6-Option eine einzelne IPv6-Adresse des Tunnel-Endpunkts bereitgestellt. Spezifische Mittel zur Erreichung hoher Verfügbarkeit auf Seite des Dienstanbieters liegen außerhalb des Geltungsbereichs dieser Spezifikation.
A.4 Logging (Protokollierung)
DS-Lite-AFTR-Implementierungen sollten die Funktionalität bieten, NAT-Bindungserstellungen zu protokollieren oder andere Wege bereitzustellen, die genutzten Ports/IP-Adressen der Kunden nachzuvollziehen. Dies dient sowohl der Fehlerbehebung, die für Dienstanbieter sehr wichtig ist, wenn sie herausfinden müssen, warum etwas nicht funktioniert, als auch der Erfüllung regionaler Anforderungen zur Beantwortung rechtsverbindlicher Informationsanfragen von Strafverfolgungsbehörden.