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13.4 Robust Transmission Scheduling of Redundant Coded Slices (Robuste Übertragungsplanung redundanter codierter Slices)

13.4. Robust Transmission Scheduling of Redundant Coded Slices (Robuste Übertragungsplanung redundanter codierter Slices)

Ein redundant codiertes Bild ist eine codierte Darstellung eines Bildes oder eines Bildteils, die im Dekodierprozess nicht verwendet wird, wenn das zugehörige primär codierte Bild korrekt decodiert wurde. Zwischen jeder Zone des decodierten Primärbildes und der entsprechenden Zone nach Anwendung des H.264-Dekodierprozesses für ein redundantes Bild desselben Access Units darf kein wahrnehmbarer Unterschied bestehen. Ein redundant codierter Slice ist ein codierter Slice, der Teil eines redundant codierten Bildes ist.

Redundant codierte Bilder können in fehleranfälliger Videübertragung für ungleichen Fehlerschutz (unequal error protection) genutzt werden. Wird die primäre Codierung eines Bildes falsch decodiert, kann das zugehörige redundant codierte Bild decodiert werden. Beispiele für Anwendungen und Codierverfahren mit redundant codierten Bildern sind Video-Redundanz-Codierung [23] und der Schutz von „key pictures“ im Multicast-Streaming [24].

In vielen fehleranfälligen Systemen treten Übertragungsfehler häufig in Bursts auf und können mehr als ein aufeinanderfolgendes Paket in Übertragungsreihenfolge betreffen. Bei niedriger Bitrate ist es üblich, ein ganzes codiertes Bild in ein einzelnes Paket zu packen. Primär- und zugehörige redundant codierte Bilder können dann in aufeinanderfolgenden Paketen liegen. Für höhere Toleranz gegenüber Bursts ist es vorteilhaft, primäres und redundant codiertes Bild um mehr als ein Paket zu trennen. Das DON-Konzept ermöglicht dies.