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12.7. Robust Packet Scheduling in Video Streaming (Robuste Paketplanung beim Videostreaming)

12.7. Robust Packet Scheduling in Video Streaming (Robuste Paketplanung beim Videostreaming)

Robuste Paketplanung wurde mit MPEG-4 Teil 2 implementiert und in einer drahtlosen Streaming-Umgebung simuliert [21]. Es gibt keinen technischen Grund, warum mit H.264 nicht ähnliche oder bessere Ergebnisse erzielt werden könnten.

Streaming-Clients haben typischerweise einen Empfangspuffer, der eine relativ große Datenmenge speichern kann. Zu Beginn, wenn eine Streaming-Sitzung aufgebaut wird, startet ein Client die Wiedergabe des Stroms nicht sofort. Vielmehr puffert er die eingehenden Daten üblicherweise einige Sekunden. Dieses Puffern hilft, kontinuierliche Wiedergabe aufrechtzuerhalten, da der Client bei gelegentlich erhöhten Übertragungsverzögerungen oder Einbrüchen des Netzdurchsatzes gepufferte Daten decodieren und abspielen kann. Ohne anfängliches Puffern muss der Client die Anzeige einfrieren, das Decodieren stoppen und auf eingehende Daten warten. Das Puffern ist auch für automatische oder selektive Retransmission auf beliebiger Protokollebene nötig. Geht ein Teil eines Bildes verloren, kann ein Retransmissionsmechanismus die verlorenen Daten erneut senden. Werden die retransmittierten Daten vor ihrer geplanten Decodier- oder Wiedergabezeit empfangen, wird der Verlust perfekt wiederhergestellt. Codierte Bilder können nach ihrer Bedeutung für die subjektive Qualität der decodierten Sequenz eingestuft werden. Beispielsweise sind Nicht-Referenzbilder wie konventionelle B-Bilder subjektiv am wenigsten wichtig, da ihr Fehlen das Decodieren anderer Bilder nicht beeinflusst. Neben Nicht-Referenzbildern enthält der Standard ITU-T H.264 | ISO/IEC 14496-10 eine zeitliche Skalierbarkeitsmethode namens Sub-Sequenzen (sub-sequences) [22]. Subjektive Einstufung kann auch auf Basis codierter Slice-Datenpartition (coded slice data partition) oder Slice-Gruppe (slice group) erfolgen. Codierte Slices und codierte Slice-Datenpartitionen, die subjektiv am wichtigsten sind, können früher gesendet werden als ihre Decodierreihenfolge angibt, während die subjektiv am wenigsten wichtigen später als ihre natürliche Codierreihenfolge gesendet werden können. Folglich sind retransmittierte Teile der wichtigsten Slices und codierten Slice-Datenpartitionen eher vor ihrer geplanten Decodier- oder Wiedergabezeit anzukommen als die am wenigsten wichtigen Slices und Slice-Partitionen.