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12.6. Low Bitrate Streaming (Streaming mit niedriger Bitrate)

12.6. Low Bitrate Streaming (Streaming mit niedriger Bitrate)

Dieses Schema wurde mit H.263 und nicht standardisierter RTP-Paketierung implementiert und hat gute Ergebnisse geliefert [20]. Es gibt keinen technischen Grund, warum mit H.264 nicht ähnlich gute Ergebnisse erzielt werden könnten.

Beim heutigen Internet-Streaming sind einige der angebotenen Bitraten relativ niedrig, damit Terminals mit Einwahlmodems auf die Inhalte zugreifen können. In drahtgebundenen IP-Netzen werden relativ große Pakete, etwa 500-1500 Byte, kleineren und häufigeren Paketen vorgezogen, um Netzüberlast zu verringern. Außerdem verringert die Verwendung großer Pakete den RTP/UDP/IP-Kopfoverhead. Bei Niedrigbitrate-Video bedeutet die Verwendung großer Pakete, dass manchmal bis zu wenige Bilder in einem Paket gekapselt werden sollten.

Der Verlust eines Pakets, das viele codierte Bilder enthält, hätte jedoch drastische Folgen für die visuelle Qualität, da es praktisch keine Möglichkeit gibt, den Verlust eines ganzen Bildes zu verdecken, außer das vorherige zu wiederholen. Eine Möglichkeit, relativ große Pakete zu bilden und dennoch Chancen für erfolgreiche Verlustverdeckung zu erhalten, ist die Konstruktion von MTAPs (Multi-Time Aggregation Packets), die verschachtelte Slices aus mehreren Bildern enthalten. Ein MTAP sollte keine räumlich benachbarten Slices desselben Bildes und keine räumlich überlappenden Slices eines beliebigen Bildes enthalten. Geht ein Paket verloren, ist ein verlorener Slice wahrscheinlich von räumlich benachbarten Slices desselben Bildes und räumlich entsprechenden Slices des zeitlich vorherigen und nachfolgenden Bildes umgeben. Folglich ist die Verdeckung des verlorenen Slices wahrscheinlich relativ erfolgreich.