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10. Congestion Control (Überlaststeuerung)

10. Congestion Control (Überlaststeuerung)

Für RTP ist Überlaststeuerung gemäß RFC 3550 [5] und jedem anwendbaren RTP-Profil, z. B. RFC 3551 [16], zu verwenden. Wird ein Best-Effort-Dienst genutzt, gilt zusätzlich, dass Nutzer dieses Nutzlastformats den Paketverlust überwachen MÜSSEN, um sicherzustellen, dass die Paketverlustrate innerhalb akzeptabler Grenzen liegt. Paketverlust gilt als akzeptabel, wenn ein TCP-Strom über denselben Netzpfad unter denselben Netzbedingungen eine mittlere Durchsatzrate erreichen würde, gemessen über eine angemessene Zeitskala, die nicht geringer ist als die des RTP-Stroms. Diese Bedingung kann erfüllt werden, indem Überlaststeuerungsmechanismen implementiert werden, die die Sendrate (oder die Anzahl der abonnierten Schichten bei einer geschichteten Multicast-Sitzung) anpassen, oder indem vorgesehen wird, dass ein Empfänger die Sitzung verlässt, wenn die Verlustrate inakzeptabel hoch ist.

Die für die Einhaltung des Überlaststeuerungsprinzips nötige Bitratenanpassung ist bei Echtzeitkodierung leicht erreichbar. Werden jedoch vorkodierte Inhalte übertragen, erfordert Bandbreitenanpassung die Verfügbarkeit von mehr als einer kodierten Darstellung desselben Inhalts mit unterschiedlichen Bitraten oder das Vorhandensein von non-reference pictures (Nicht-Referenzbildern) oder sub-sequences (Untersequenzen) [22] im Bitstream (Bitstrom). Der Wechsel zwischen den Darstellungen kann in der Regel in derselben RTP-Sitzung erfolgen, z. B. durch das Konzept der SI/SP-Slices des Extended-Profils oder durch Umschalten der Ströme an IDR-Bildgrenzen (Instantaneous Decoding Refresh, sofortige Dekodierauffrischung). Nur wenn nicht herabstufigbare Parameter (wie der Profilanteil der Profil/Level-Kennung) geändert werden müssen, ist es nötig, den Medienstrom zu beenden und neu zu starten. Dies kann durch Verwendung eines anderen RTP-Nutzlasttyps erreicht werden.

MANEs KÖNNEN den in Abschnitt 7.3 skizzierten Vorschlägen folgen und bestimmte unbrauchbare Pakete aus dem Paketstrom entfernen, wenn dieser durch frühere Paketverluste beschädigt wurde. Das kann in bestimmten Sonderfällen helfen, die Netzlast zu verringern.