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1. Introduction (Einführung)

1. Introduction (Einführung)

Eine zunehmend wichtige Funktion von Netzwerkausrüstung ist die schnelle Erkennung von Kommunikationsausfällen zwischen benachbarten Systemen, um schneller alternative Pfade einrichten zu können. Die Erkennung kann unter bestimmten Umständen recht schnell erfolgen, wenn die Hardware der Datenverbindung ins Spiel kommt (wie z.B. Synchronous Optical Network (SONET) Alarme). Es gibt jedoch Medien, die diese Art von Signalisierung nicht bereitstellen (wie Ethernet), und einige Medien erkennen möglicherweise bestimmte Arten von Ausfällen im Pfad nicht, beispielsweise fehlerhafte Schnittstellen oder Komponenten der Forwarding Engine.

Netzwerke verwenden relativ langsame "Hello"-Mechanismen, normalerweise in Routing-Protokollen, um Ausfälle zu erkennen, wenn keine Hardware-Signalisierung zur Verfügung steht. Die in den bestehenden Protokollen verfügbaren Zeiten zur Fehlererkennung ("Detection Times (Erkennungszeiten)") sind nicht besser als eine Sekunde, was für einige Anwendungen viel zu lang ist und bei Gigabit-Raten eine große Menge verlorener Daten darstellt. Darüber hinaus helfen Routing-Protokoll-Hellos nicht, wenn diese Routing-Protokolle nicht verwendet werden, und die Semantik der Erkennung ist subtil unterschiedlich - sie erkennen einen Ausfall im Pfad zwischen den beiden Routing-Protokoll-Engines.

Das Ziel von Bidirectional Forwarding Detection (BFD) ist es, eine Erkennung von Ausfällen im Pfad zwischen benachbarten Forwarding Engines mit geringem Overhead und kurzer Dauer bereitzustellen, einschließlich der Schnittstellen, Datenverbindungen und, soweit möglich, der Forwarding Engines selbst.

Ein zusätzliches Ziel ist die Bereitstellung eines einzigen Mechanismus, der für die Lebendigkeitserkennung über beliebige Medien, auf jeder Protokollebene, mit einem breiten Spektrum von Erkennungszeiten und Overhead verwendet werden kann, um eine Vervielfältigung verschiedener Methoden zu vermeiden.

Dieses Dokument spezifiziert die Details des Basisprotokolls. Die Verwendung einiger Mechanismen ist anwendungsabhängig und wird in einer separaten Reihe von Anwendungsdokumenten spezifiziert. Diese Aspekte sind entsprechend gekennzeichnet.

Beachten Sie, dass viele der genauen Mechanismen implementierungsabhängig sind und die Interoperabilität nicht beeinflussen werden, und daher außerhalb des Geltungsbereichs dieser Spezifikation liegen. Diese Aspekte sind entsprechend gekennzeichnet.