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8. FINGERPRINT Mechanism (Fingerabdruck-Mechanismus)

Dieser Abschnitt beschreibt einen optionalen Mechanismus in STUN, der dabei hilft, STUN-Nachrichten von Paketen anderer Protokolle zu unterscheiden, wenn beide über dieselbe Transportadresse multiplexiert werden. Dieser Mechanismus ist optional, und eine STUN-Verwendung muss (must) beschreiben, ob und wann er verwendet wird. Der FINGERPRINT-Mechanismus ist nicht rückwärtskompatibel mit RFC 3489 und kann nicht in Umgebungen verwendet werden, in denen eine solche Kompatibilität erforderlich ist.

In einigen Verwendungen werden STUN-Nachrichten über dieselbe Transportadresse wie andere Protokolle multiplexiert, wie z.B. das Real Time Transport Protocol (RTP). Um die in Abschnitt 7 beschriebene Verarbeitung anzuwenden, müssen STUN-Nachrichten zunächst von Anwendungsdatenpaketen getrennt werden.

Abschnitt 6 beschreibt drei feste Felder im STUN-Header, die für diesen Zweck verwendet werden können. In einigen Fällen können diese drei festen Felder jedoch nicht ausreichend sein.

Wenn die FINGERPRINT-Erweiterung verwendet wird, fügt ein Agent das FINGERPRINT-Attribut in Nachrichten ein, die er an einen anderen Agent sendet. Abschnitt 15.5 beschreibt die Platzierung und den Wert dieses Attributs. Wenn ein Agent etwas empfängt, von dem er glaubt, dass es eine STUN-Nachricht ist, prüft der Agent zusätzlich zu anderen grundlegenden Überprüfungen auch, ob die Nachricht das FINGERPRINT-Attribut enthält und ob das Attribut den korrekten Wert enthält. Abschnitt 7.3 beschreibt, wann in der Gesamtverarbeitung einer STUN-Nachricht die FINGERPRINT-Überprüfung durchgeführt wird. Diese zusätzliche Überprüfung hilft dem Agent, Nachrichten anderer Protokolle zu erkennen, die ansonsten als STUN-Nachrichten erscheinen würden.