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1. Introduction (Einführung)

Das in dieser Spezifikation definierte Protokoll, Session Traversal Utilities for NAT, bietet ein Werkzeug für den Umgang mit NATs. Es bietet einem Endpunkt eine Möglichkeit, die von einem NAT zugewiesene IP-Adresse und den Port zu bestimmen, die seiner privaten IP-Adresse und seinem Port entsprechen. Es bietet auch eine Möglichkeit für einen Endpunkt, eine NAT-Bindung aufrechtzuerhalten. Mit einigen Erweiterungen kann das Protokoll verwendet werden, um Konnektivitätsprüfungen zwischen zwei Endpunkten durchzuführen [MMUSIC-ICE] oder um Pakete zwischen zwei Endpunkten weiterzuleiten [BEHAVE-TURN].

In Übereinstimmung mit seiner Werkzeugnatur definiert diese Spezifikation ein erweiterbares Paketformat, definiert den Betrieb über mehrere Transportprotokolle und bietet zwei Formen der Authentifizierung.

STUN ist dazu gedacht, im Kontext einer oder mehrerer NAT-Durchquerungslösungen verwendet zu werden. Diese Lösungen sind als STUN-Verwendungen (STUN usages) bekannt. Jede Verwendung beschreibt, wie STUN genutzt wird, um die NAT-Durchquerungslösung zu erreichen. Typischerweise gibt eine Verwendung an, wann STUN-Nachrichten gesendet werden, welche optionalen Attribute (optional attributes) einzuschließen sind, welcher Server verwendet wird und welcher Authentifizierungsmechanismus verwendet werden soll. Interactive Connectivity Establishment (ICE) [MMUSIC-ICE] ist eine Verwendung von STUN. SIP Outbound [SIP-OUTBOUND] ist eine weitere Verwendung von STUN. In einigen Fällen erfordert eine Verwendung Erweiterungen zu STUN. Eine STUN-Erweiterung kann in Form neuer Methoden (methods), Attribute (attributes) oder Fehlerantwortkodes (error response codes) vorliegen. Weitere Informationen zu STUN-Verwendungen finden Sie in Abschnitt 14.