Zum Hauptinhalt springen

4.4.3. Originating LSAs (Originierung von LSAs)

Der Prozess der Neuoriginierung eines LSA in IPv6 ist derselbe wie in IPv4: Die LS-Sequenznummer des LSA wird inkrementiert, sein LS-Alter wird auf 0 gesetzt, seine LS-Prüfsumme wird berechnet, und das LSA wird der Link-State-Datenbank hinzugefügt und auf den entsprechenden Schnittstellen geflutet.

Die Liste der Ereignisse, die die Neuoriginierung von LSAs für IPv4 verursachen, ist in Abschnitt 12.4 von [OSPFV2] angegeben. Für IPv6 werden die folgenden Ereignisse und/oder Aktionen hinzugefügt:

  • Der Zustand oder die Interface-ID einer der Schnittstellen des Routers ändert sich
  • Die Identität des Designated Routers eines Links ändert sich
  • Ein Nachbar wechselt in/aus dem "Full"-Zustand
  • Die Interface-ID eines Nachbarn ändert sich
  • Ein neues Präfix wird zu einem angeschlossenen Link hinzugefügt oder ein Präfix wird gelöscht
  • Ein neues Link-LSA wird empfangen, was eine Änderung der Präfixsammlung des Links verursacht
  • Ein neues Link-LSA wird empfangen, was eine Änderung des logischen ODER der LSA-Optionen verursacht

Die detaillierte Konstruktion der sieben erforderlichen IPv6-LSA-Typen wird in den folgenden Unterabschnitten bereitgestellt. Beispiel-Netzwerktopologie und Adressierungsinformationen sind in Abbildung 1 und Tabellen 1-2 dargestellt.

Abbildung 1: Area 1 mit angezeigten IP-Adressen

[Netzwerkdiagramm ausgelassen]

Tabelle 1: IPv6-Link-Präfixe

  • N1: 2001:0db8:c001:0200::/56
  • N2: 2001:0db8:c001:0300::/56
  • N3: 2001:0db8:c001:0100::/56
  • N4: 2001:0db8:c001:0400::/56