4.5. Flooding (Flutung)
Der größte Teil des Flutungsalgorithmus bleibt gegenüber den in Abschnitt 13 von [OSPFV2] beschriebenen IPv4-Flutungsmechanismen unverändert. Die Hinzufügung von Flutungsumfang und der Behandlung unbekannter LSA-Typen hat jedoch einige Änderungen im OSPF-Flutungsalgorithmus verursacht.
4.5.1. Empfang von Link State Update-Paketen
Für IPv6 werden die Schritte 2 und 3 wie folgt geändert:
(2) Untersuchen Sie den LS-Typ des LSA. Verwerfen Sie den LSA, wenn der Schnittstellenbereich als Stub- oder NSSA-Bereich konfiguriert wurde und der LS-Typ "AS-Flutungsumfang" anzeigt.
(3) Andernfalls, wenn der Flutungsumfang im LS-Typ des LSA auf "reserviert" gesetzt ist, verwerfen Sie den LSA.
4.5.2. Senden von Link State Update-Paketen
Für IPv6 werden die berechtigten Schnittstellen basierend auf den folgenden Faktoren ausgewählt:
- Der Flutungsumfang des LSA
- Ob der LSA einen erkannten LS-Typ hat
- Die Einstellung des U-Bits im LS-Typ
Die Auswahl der berechtigten Schnittstellen gliedert sich in drei Fälle:
Fall 1: Der LS-Typ des LSA wird erkannt. Setzen Sie berechtigte Schnittstellen abhängig vom im LS-Typ codierten Flutungsumfang.
Fall 2: Der LS-Typ wird nicht erkannt und das U-Bit ist auf 0 gesetzt. Es gibt eine einzige berechtigte Schnittstelle, nämlich die Schnittstelle, auf der der LSA empfangen wurde.
Fall 3: Der LS-Typ wird nicht erkannt und das U-Bit ist auf 1 gesetzt. Wählen Sie die berechtigten Schnittstellen basierend auf dem codierten Flutungsumfang wie in Fall 1.
4.5.3. Installation von LSAs in der Datenbank
Es gibt drei separate Orte zum Speichern von LSAs, abhängig von ihrem Flutungsumfang:
- LSAs mit AS-Flutungsumfang werden in der globalen OSPF-Datenstruktur gespeichert
- LSAs mit Bereichsflutungsumfang werden in der entsprechenden Bereichsdatenstruktur gespeichert
- LSAs mit link-lokalem Flutungsumfang werden in der entsprechenden Schnittstellendatenstruktur gespeichert