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6. Stateless Address Autoconfiguration (Zustandslose Adressautokonfiguration)

Dieser Abschnitt definiert, wie ein IPv6-Schnittstellenidentifikator (Interface Identifier) ermittelt wird.

Der Schnittstellenidentifikator [RFC4291] für eine IEEE 802.15.4-Schnittstelle kann auf dem EUI-64-Identifikator [EUI64] basieren, der dem IEEE 802.15.4-Gerät zugewiesen ist. In diesem Fall wird der Schnittstellenidentifikator gemäß der Spezifikation „IPv6 over Ethernet" [RFC2464] aus dem EUI-64 gebildet.

Alle 802.15.4-Geräte haben eine IEEE EUI-64-Adresse, aber auch 16-Bit-Kurzadressen (Abschnitte 3 und 12) sind möglich. In diesen Fällen wird eine „Pseudo-48-Bit-Adresse" (Pseudo 48-bit Address) wie folgt gebildet. Zunächst werden die linksseitigen 32 Bits gebildet, indem 16 Null-Bits an die 16-Bit-PAN-ID angehängt werden (oder, falls die PAN-ID nicht bekannt ist, können 16 Null-Bits verwendet werden). Dies ergibt folgendes 32-Bit-Feld:

16_bit_PAN:16_zero_bits

Anschließend werden diese 32 Bits mit der 16-Bit-Kurzadresse verkettet. Dies ergibt folgende 48-Bit-Adresse:

32_bits_as_specified_previously:16_bit_short_address

Der Schnittstellenidentifikator wird gemäß der Spezifikation „IPv6 over Ethernet" [RFC2464] aus dieser 48-Bit-Adresse gebildet. Im resultierenden Schnittstellenidentifikator SOLL (SHALL) jedoch das „Universal/Local" (U/L)-Bit auf null gesetzt werden, um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass dies kein global eindeutiger Wert ist. Für beide Adressformate DARF (MUST NOT) die Null-Adresse NICHT verwendet werden.

Manuell oder durch Software gesetzte abweichende MAC-Adressen KÖNNEN (MAY) zur Ableitung des Schnittstellenidentifikators verwendet werden. Wenn eine solche MAC-Adresse verwendet wird, sollte ihre globale Eindeutigkeitseigenschaft im Wert des U/L-Bits widergespiegelt werden.

Das IPv6-Adresspräfix für die zustandslose Autokonfiguration [RFC4862] für IEEE 802.15.4-Schnittstellen MUSS (MUST) 64 Bit lang sein.