9. Analyse der Auswirkungen von CIDR auf den Globalen Routing-Zustand
Als CIDR Anfang der 1990er Jahre erstmals vorgeschlagen wurde, machten die ursprünglichen Autoren einige Beobachtungen über die Wachstumsrate des globalen Routing-Zustands und boten Projektionen darüber an, wie die CIDR-Bereitstellung hoffentlich das, was wie exponentielles Wachstum aussah, auf eine nachhaltigere Rate reduzieren würde.
Bei der Untersuchung des Diagramms der "Aktiven BGP-Tabelleneinträge" [CBGP] scheinen mehrere verschiedene Wachstumstrends mit deutlichen Wendepunkten zu existieren, die Änderungen in Politik und Praxis widerspiegeln:
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Exponentielles Wachstum ganz links im Diagramm: Repräsentiert die Periode der frühen Expansion und Kommerzialisierung des ehemaligen Forschungsnetzwerks.
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Beschleunigung des exponentiellen Trends Ende 1993 und Anfang 1994: Als CIDR-"Supernet"-Blöcke erstmals vom NIC zugewiesen wurden.
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Starker Rückgang 1994: BGP4-Bereitstellung durch Provider ermöglichte Aggregation der "Supernet"-Blöcke.
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Ungefähr lineares Wachstum von Mitte 1994 bis Anfang 1999: Als CIDR-basierte Adresszuweisungen vorgenommen wurden.
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Neue Periode exponentiellen Wachstums von Anfang 1999 bis 2001: Die "High-Tech-Blase" förderte die schnelle Expansion des Internets.
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Abflachung des Wachstums durch 2001: Verursacht durch die "Dot-Com-Pleite" und die "CIDR-Polizei"-Arbeit [CPOL].
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Ungefähr lineares Wachstum durch 2002 und 2003: Repräsentiert wahrscheinlich eine Wiederaufnahme der "normalen" Wachstumsrate.
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Neuere exponentielle Wachstumstendenz ab 2004: Verbesserung der Weltwirtschaft und fortgesetzte Abwesenheit der "CIDR-Polizei"-Bemühungen.