10. Schlussfolgerungen und Empfehlungen
Im Jahr 1992, als CIDR erstmals entwickelt wurde, gab es ernsthafte Probleme für das fortgesetzte Wachstum des Internets. Das Wachstum der Komplexität des Routing-Zustands und der schnelle Anstieg des Verbrauchs von Adressraum ließen es so erscheinen, als würde eines oder beide Probleme das fortgesetzte Wachstum des Internets innerhalb weniger Jahre verhindern.
Die Bereitstellung von CIDR, in Kombination mit der Unterstützung von BGP4 für das Tragen von klassenlosen Präfix-Routen, milderte die kurzfristige Krise. Dies wurde nur durch eine konzertierte Anstrengung sowohl der Gerätehersteller als auch der Provider-Community erreicht.
Stand März 2005 hat die Basis-Aggregat-Adresslast im Routing-System etwa 75.000 Einträge. Etwa 85.000 zusätzliche Einträge sind spezifischere Einträge dieser Basis-"Root"-Sammlung.
Eine offensichtliche Frage ist, ob CIDR weiterhin ein praktikabler Ansatz sein kann, um das Wachstum des globalen Routing-Zustands und die Erschöpfung des Adressraums auf nachhaltigen Raten zu halten. Neuere Messungen zeigen, dass exponentielles Wachstum wieder aufgenommen hat, aber weitere Analysen deuten darauf hin, dass dieser Trend durch aktivere Bemühungen zur Aufklärung von Service-Providern über effiziente Aggregationsstrategien und ordnungsgemäße Gerätekonfiguration gemildert werden kann.