8. Wie CEs Routen von PEs lernen
8. Wie CEs Routen von PEs lernen (How CEs Learn Routes from PEs)
In diesem Abschnitt nehmen wir an, dass das CE-Gerät ein Router ist.
Wenn der PE eine bestimmte Route in den VRF einträgt, den er zum Weiterleiten der von einem bestimmten CE empfangenen Pakete nutzt, kann der PE diese Route im Allgemeinen an den CE verteilen. Selbstverständlich darf der PE die Route nur dann an den CE verteilen, wenn es die Regeln des PE/CE-Protokolls erlauben. (Hat etwa ein PE/CE-Protokoll ein „Split Horizon“ (split horizon), können manche Routen im VRF nicht zurück an den CE verteilt werden.) Wir fügen der Verteilung der Routen vom PE zum CE eine weitere Einschränkung hinzu: Trägt das Site-of-Origin-Attribut einer Route einen bestimmten Standort, darf diese Route niemals an irgendeinen CE dieses Standorts neu verteilt werden.
In den meisten Fällen genügt es jedoch, wenn der PE dem CE einfach die Default-Route (default route) verteilt. (In manchen Fällen genügt es sogar, den CE mit einer Default-Route zu konfigurieren, die auf den PE zeigt.) Dies funktioniert im Allgemeinen an jedem Standort, der nicht selbst eine Default-Route an andere Standorte verteilen muss. (Etwa, wenn ein Standort in einem Unternehmens-VPN den Internetzugang des Unternehmens hat, dieser Standort die Default-Route an den anderen Standort verteilt haben mag, sie ihm selbst aber nicht verteilt werden darf.)
Welches Verfahren auch immer genutzt wird, um Routen vom CE zum PE zu verteilen, dasselbe Verfahren wird genutzt, um Routen vom PE zum CE zu verteilen.