15. Skalierbarkeit
15. Skalierbarkeit (Scalability)
Wir haben die Skalierbarkeitsfragen (scalability) in diesem gesamten Dokument erörtert. In diesem Abschnitt fassen wir kurz die wichtigsten Merkmale unseres Modells in Bezug auf Skalierbarkeit zusammen.
Das Backbone des Diensteanbieters besteht aus (a) PE-Routern, (b) BGP-Route Reflectors (Route Reflector), (c) P-Routern (weder PE-Router noch Route Reflector) und, im Fall von Multi-Provider-VPN, (d) ASBR.
Die P-Router halten keine VPN-Routen. Um VPN-Verkehr (traffic) korrekt weiterzuleiten (forward), müssen die P-Router nur Routen zu den PE-Routern und ASBR halten. Die Verwendung von zwei Label-Ebenen ist es, die die VPN-Routen aus den P-Routern heraushält.
Ein PE-Router hält VPN-Routen, aber nur für die VPN, mit denen er direkt verbunden ist.
Route Reflectors können zwischen den VPN partitioniert werden, sodass jede Partition nur die Routen einer Teilmenge der vom Diensteanbieter unterstützten VPN trägt. So muss kein einzelner Route Reflector die Routen aller VPN halten.
Bei Inter-Provider-VPN können, wenn die ASBR die VPN-IPv4-Routen halten und verteilen, auch die ASBR ähnlich zwischen den VPN partitioniert werden, sodass kein einzelner ASBR die Routen aller Inter-Provider-VPN halten muss. Nutzt man Multi-Hop-EBGP, müssen die ASBR überhaupt keine VPN-IPv4-Routen halten oder verteilen.
Daher muss kein einzelnes Bauteil im Netz des Diensteanbieters die Routen aller VPN halten. Die Gesamtkapazität des Netzes, eine wachsende Zahl von VPN zu unterstützen, ist somit durch die Kapazität eines einzelnen Bauteils nicht begrenzt.