5.1. From the Standpoint of the Internet (Aus Sicht des Internets)
5.1. From the Standpoint of the Internet (Aus Sicht des Internets)
Es gibt eine Diskrepanz zwischen der Struktur lokaler IPv6-Adressen und dem normalen IPv6-Weitbereichs-Routing-Modell. Das /48-Präfix einer lokalen IPv6-Adresse passt nirgendwo in die normale Hierarchie von IPv6-Unicast-Adressen. Normale IPv6-Unicast-Adressen können hierarchisch bis zur physischen Subnetz-(Link-)Ebene geroutet werden und müssen nur im physischen Subnetz flach geroutet werden. Lokale IPv6-Adressen müssten selbst über das Weitbereichs-Internet flach geroutet werden.
Somit könnten Pakete, deren Zieladresse eine lokale IPv6-Adresse ist, über den Weitbereich nur geroutet werden, wenn das entsprechende /48-Präfix vom verwendeten Weitbereichs-Routing-Protokoll, wie BGP, getragen würde. Dies widerspricht der operativen Annahme, dass lange Präfixe in viel weniger kurze Präfixe aggregiert werden, um die Tabellengröße und Konvergenzzeit des Routing-Protokolls zu begrenzen. Wenn ein Netzwerk sowohl normale IPv6-Adressen [ADDARCH] als auch lokale IPv6-Adressen verwendet, werden diese Adresstypen sicherlich nicht miteinander aggregieren, da sie sich ab dem höchstwertigen Bit unterscheiden. Lokale IPv6-Adressen werden auch nicht untereinander aggregieren, aufgrund ihrer zufälligen Bitmuster. Dies bedeutet, dass es eine sehr bedeutende operative Strafe für den Versuch gäbe, lokale IPv6-Adresspräfixe generisch mit derzeit bekannter Weitbereichs-Routing-Technologie zu verwenden.