5. Model and Applicability (Modell und Anwendbarkeit)
5. Model and Applicability (Modell und Anwendbarkeit)
Das Betriebsmodell für die Präfix-Delegation ist wie folgt. Ein delegierender Router erhält IPv6-Präfixe, die an anfragende Router delegiert werden sollen. Beispiele für Möglichkeiten, wie der delegierende Router diese Präfixe erhalten kann, werden in Abschnitt 12.2 gegeben. Ein anfragender Router fordert Präfix(e) vom delegierenden Router an, wie in Abschnitt 12.1 beschrieben. Der delegierende Router wählt Präfix(e) für die Delegation aus und antwortet mit Präfix(en) an den anfragenden Router. Der anfragende Router ist dann für die delegierten Präfix(e) verantwortlich. Beispielsweise könnte der anfragende Router ein Subnetz aus einem delegierten Präfix einer seiner Schnittstellen zuweisen und beginnen, Router Advertisements für das Präfix auf diesem Link zu senden.
Jedes Präfix hat eine zugehörige gültige und bevorzugte Lebensdauer, die eine Vereinbarung über die Zeitdauer darstellt, für die der anfragende Router das Präfix verwenden darf. Ein anfragender Router kann eine Verlängerung der Lebensdauern eines delegierten Präfixes anfordern und ist verpflichtet, die Verwendung eines delegierten Präfixes zu beenden, wenn die gültige Lebensdauer des Präfixes abläuft.
Dieser Präfix-Delegationsmechanismus wäre für die Verwendung durch einen ISP geeignet, um ein Präfix an einen Teilnehmer zu delegieren, wobei das delegierte Präfix möglicherweise subnetiert und den Links innerhalb des Netzwerks des Teilnehmers zugewiesen würde.