Zum Hauptinhalt springen

11.1. Recommended Practices (Empfohlene Praktiken)

Dieser Abschnitt beschreibt empfohlene Praktiken für die Verwendung des benutzerbasierten Sicherheitsmodells zur Maximierung der Sicherheit.

Password Selection (Passwortauswahl)

Passwörter sollten gewählt werden, um die Sicherheit zu maximieren:

  1. Length (Länge): Passwörter SOLLTEN mindestens 8 Zeichen lang sein. Längere Passwörter bieten bessere Sicherheit.

  2. Complexity (Komplexität): Passwörter SOLLTEN eine Mischung enthalten aus:

    • Großbuchstaben
    • Kleinbuchstaben
    • Ziffern
    • Sonderzeichen
  3. Avoid Patterns (Muster vermeiden): Passwörter SOLLTEN NICHT sein:

    • Wörterbuchwörter
    • Einfache Muster (z.B. "12345678", "password")
    • Persönliche Informationen (Namen, Geburtstage usw.)
    • Sich wiederholende Zeichenfolgen (z.B. "aaaaaaaa")

Key Management (Schlüsselverwaltung)

  1. Key Storage (Schlüsselspeicherung): Authentifizierungs- und Datenschutzschlüssel MÜSSEN sicher gespeichert und vor unbefugtem Zugriff geschützt werden.

  2. Key Distribution (Schlüsselverteilung): Die anfängliche Schlüsselverteilung SOLLTE über sichere, Out-of-Band-Mechanismen durchgeführt werden.

  3. Key Updates (Schlüsselaktualisierungen): Schlüssel SOLLTEN regelmäßig geändert werden. Die Häufigkeit hängt von den Sicherheitsanforderungen der Bereitstellung ab.

  4. Key Localization (Schlüssellokalisierung): Verwenden Sie immer lokalisierte Schlüssel (schlüssel, die für jede SNMP-Engine spezifisch sind) anstelle von globalen Schlüsseln.

Time Synchronization (Zeitsynchronisation)

  1. Initial Synchronization (Anfängliche Synchronisation): Nicht-autoritative SNMP-Engines MÜSSEN eine Zeitsynchronisation mit autoritativen Engines durchführen, bevor sie authentifizierte Nachrichten senden.

  2. Clock Accuracy (Uhrengenauigkeit): SNMP-Engines SOLLTEN angemessen genaue Uhren aufrechterhalten. Große Uhrabweichungen können dazu führen, dass legitime Nachrichten abgelehnt werden.

  3. Boots Counter (Boots-Zähler): Der msgAuthoritativeEngineBoots-Zähler MUSS inkrementiert werden, wenn sich eine SNMP-Engine neu initialisiert. Dieser Zähler MUSS über Neustarts hinweg persistent sein.

User Management (Benutzerverwaltung)

  1. User Creation (Benutzererstellung): Geben Sie beim Erstellen von Benutzern immer sowohl Authentifizierungs- als auch Datenschutzprotokolle an, auch wenn Datenschutz nicht sofort verwendet wird.

  2. User Deletion (Benutzerlöschung): Stellen Sie beim Löschen von Benutzern sicher, dass alle zugehörigen Schlüssel und Konfigurationsdaten sicher gelöscht werden.

  3. Template Users (Vorlagenbenutzer): Verwenden Sie Vorlagenbenutzer (Benutzer, die auf der autoritativen Engine konfiguriert sind) zum Klonen, um neue Benutzer auf nicht-autoritativen Engines zu erstellen.

Message Security Levels (Nachrichtensicherheitsstufen)

Wählen Sie die geeignete Sicherheitsstufe für jede Nachricht:

  1. noAuthNoPriv: Nur für Erkennungsnachrichten oder nicht sensible Informationen. Nicht für den operativen Einsatz empfohlen.

  2. authNoPriv: Bietet Authentifizierung, aber keine Vertraulichkeit. Geeignet, wenn Vertraulichkeit nicht erforderlich ist, aber Nachrichtenintegrität und Ursprungsauthentifizierung benötigt werden.

  3. authPriv: Bietet sowohl Authentifizierung als auch Vertraulichkeit. Empfohlen für alle sensiblen Operationen.

Implementation Considerations (Implementierungsüberlegungen)

  1. Random Number Generation (Zufallszahlengenerierung): Implementierungen MÜSSEN kryptographisch starke Zufallszahlengeneratoren zum Generieren von Schlüsseln und Initialisierungsvektoren verwenden.

  2. Clock Synchronization (Uhrsynchronisation): Implementierungen SOLLTEN Mechanismen zur Synchronisation mit externen Zeitquellen (z.B. NTP) bereitstellen, um eine genaue Zeit aufrechtzuerhalten.

  3. Audit Logging (Audit-Protokollierung): Implementierungen SOLLTEN sicherheitsrelevante Ereignisse protokollieren, einschließlich Authentifizierungsfehler und Zeitsynchronisierungsfehler.

  4. Error Handling (Fehlerbehandlung): Implementierungen MÜSSEN Fehlerbedingungen sicher behandeln und Informationslecks vermeiden, die Angreifern helfen könnten.