2. Management Targets
Management Target ist der Begriff, der für eine Anwendung verwendet wird (für die Zwecke dieses Dokuments entweder eine Notification Receiver-Anwendung oder eine Command Responder-Anwendung), mit der eine Command Generator- oder Notification Originator-Anwendung interagieren möchte. Diese Anwendungen können remote oder mit dem Command Generator oder Notification Originator co-lokalisiert sein.
Management Targets werden identifiziert durch eine Kombination von:
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Eine Transport-Domain und Transport-Adresse: Identifiziert den Netzwerkstandort der Zielanwendung. Die Transport-Domain definiert das verwendete Transportprotokoll (z.B. UDP über IPv4, TCP über IPv6 usw.), und die Transport-Adresse liefert die spezifische Adresse innerhalb dieser Domain (z.B. IP-Adresse und Portnummer).
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SNMP-Nachrichtenparameter: Einschließlich Message Processing Model, Security Model, Security Level und Security Name. Die Auswahl des Message Processing Models hängt typischerweise von der SNMP-Protokollversion ab (SNMPv1, SNMPv2c oder SNMPv3).
Diese Parameter definieren zusammen, wie das Management Target erreicht werden kann und wie sicher damit kommuniziert werden kann.
Transport-Domain und Transport-Adresse
Die Transport-Domain identifiziert das Transportprotokoll, das zur Kommunikation mit dem Management Target verwendet wird. Gängige Transport-Domains umfassen:
- snmpUDPDomain: UDP über IPv4
- snmpTCPDomain: TCP über IPv4
- snmpUDP6Domain: UDP über IPv6
- snmpTCP6Domain: TCP über IPv6
Jede Transport-Domain hat ein entsprechendes Transport-Adressformat. Beispielsweise besteht für snmpUDPDomain die Transport-Adresse aus einer IPv4-Adresse und UDP-Portnummer.
Transport-Domains sind in RFC 3417 [RFC3417] definiert, der Transport-Mappings für SNMP definiert.
SNMP-Nachrichtenparameter
SNMP-Nachrichtenparameter definieren die SNMP-Version und Sicherheitseinstellungen, die bei der Kommunikation mit dem Management Target verwendet werden sollen:
Message Processing Model
Das Message Processing Model identifiziert die Version des SNMP-Nachrichtenformats:
- 0: SNMPv1-Nachrichtenformat
- 1: SNMPv2c-Nachrichtenformat
- 2: Reserviert
- 3: SNMPv3-Nachrichtenformat
Security Model
Das Security Model definiert den Sicherheitsmechanismus, der zum Schutz von SNMP-Nachrichten verwendet wird:
- 1: SNMPv1 Security Model
- 2: SNMPv2c Security Model
- 3: User-based Security Model (USM), wie in RFC 3414 [RFC3414] definiert
Security Level
Der Security Level definiert das erforderliche Schutzniveau:
- noAuthNoPriv: Keine Authentifizierung oder Verschlüsselung erforderlich
- authNoPriv: Authentifizierung erforderlich, aber keine Verschlüsselung
- authPriv: Sowohl Authentifizierung als auch Verschlüsselung erforderlich
Security Name
Der Security Name ist eine Zeichenkette, die den Principal identifiziert, in dessen Namen eine SNMP-Operation durchgeführt wird. Die Interpretation des Security Names hängt vom verwendeten Security Model ab.
Für USM (User-based Security Model) identifiziert der Security Name einen konfigurierten Benutzer mit zugehörigen Authentifizierungs- und Verschlüsselungsschlüsseln.
Verwendung von Management Targets
Command Generator- und Notification Originator-Anwendungen verwenden Management-Target-Informationen, um Folgendes zu bestimmen:
- Wohin SNMP-Nachrichten gesendet werden sollen: Unter Verwendung der Transport-Domain und Transport-Adresse.
- Wie Nachrichten formatiert und gesichert werden sollen: Unter Verwendung des Message Processing Models, Security Models, Security Levels und Security Names.
Die in diesem Dokument definierten MIB-Module (insbesondere die SNMP-TARGET-MIB) bieten eine standardisierte Möglichkeit, diese Management-Target-Definitionen zu konfigurieren und zu verwalten.
Kontextinformationen
Zusätzlich zu Management-Target-Informationen müssen SNMP-Operationen auch Kontextinformationen angeben:
- contextEngineID: Identifiziert die SNMP-Engine, die die gewünschten Management-Informationen enthält.
- contextName: Identifiziert einen spezifischen Kontext (Sammlung von Management-Informationen) innerhalb dieser SNMP-Engine.
Für einen Command Generator, der direkt mit einem Command Responder kommuniziert, identifiziert die contextEngineID typischerweise die SNMP-Engine des Command Responders. In Proxy-Szenarien kann die contextEngineID eine andere SNMP-Engine hinter dem Proxy identifizieren.
Kontextinformationen ermöglichen es einer einzelnen SNMP-Engine, mehrere Instanzen von Management-Informationen zu verwalten, jede in einem anderen Kontext. Dies ist besonders nützlich für Geräte, die mehrere virtuelle Geräte oder isolierte Management-Domains unterstützen.