10. Identitätszuordnung
10. Identitätszuordnung
Eine "Identitätszuordnung" (IA) ist ein Konstrukt, durch das ein Server und ein Client eine Gruppe verwandter IPv6-Adressen identifizieren, gruppieren und verwalten können. Jede IA besteht aus einem IAID und zugeordneten Konfigurationsinformationen.
Ein Client muss mindestens eine eindeutige IA mit jeder seiner Netzwerkschnittstellen verknüpfen, für die er die Zuweisung von IPv6-Adressen von einem DHCP-Server anfordern möchte. Der Client verwendet die IAs, die einer Schnittstelle zugewiesen sind, um Konfigurationsinformationen von einem Server für diese Schnittstelle zu erhalten. Jede IA muss genau einer Schnittstelle zugeordnet sein.
Der IAID identifiziert die IA eindeutig und muss so gewählt werden, dass er unter den IAIDs auf dem Client eindeutig ist. Der IAID wird vom Client gewählt. Für jede gegebene Verwendung einer IA durch den Client MUSS der IAID für diese IA über Neustarts des DHCP-Clients hinweg konsistent sein. Der Client kann die Konsistenz entweder durch Speichern des IAID in nichtflüchtigem Speicher oder durch Verwendung eines Algorithmus aufrechterhalten, der konsistent denselben IAID erzeugt, solange sich die Konfiguration des Clients nicht geändert hat. Es gibt möglicherweise keine Möglichkeit für einen Client, die Konsistenz der IAIDs aufrechtzuerhalten, wenn er keinen nichtflüchtigen Speicher hat und sich die Hardwarekonfiguration des Clients ändert.
Die Konfigurationsinformationen in einer IA bestehen aus einer oder mehreren IPv6-Adressen zusammen mit den Zeiten T1 und T2 für die IA. Siehe Abschnitt 22.4 für die Darstellung einer IA in einer DHCP-Nachricht.
Jede Adresse in einer IA hat eine bevorzugte Lebensdauer und eine gültige Lebensdauer, wie in RFC 2462 [17] definiert. Die Lebensdauern werden vom DHCP-Server an den Client in der IA-Option übertragen. Die Lebensdauern gelten für die Verwendung von IPv6-Adressen, wie in Abschnitt 5.5.4 von RFC 2462 beschrieben.