19.1. Implikationen für das Netzwerk und konkurrierende Flüsse (Implications for the Network and for Competing Flows)
Die Untergrabung der Ende-zu-Ende-Überlastungskontrolle kann negative Auswirkungen auf das Netzwerk und konkurrierende Flüsse haben, was zu potenzieller Unfairness und erhöhter Überlastung führt.
Wenn ein Fluss die Ende-zu-Ende-Überlastungskontrolle durch falsche Angabe der ECN-Fähigkeit oder Löschen von Überlastungsanzeigen untergräbt, kann er einen größeren Bandbreitenanteil als Flüsse erhalten, die korrekt auf Überlastung reagieren. Dies kann zu Folgendem führen:
- Unfairness gegenüber konkurrierenden Flüssen: Ein Fluss, der die Überlastungskontrolle untergräbt, kann einen unverhältnismäßigen Bandbreitenanteil erhalten und dadurch die Leistung korrekt verhaltender Flüsse beeinträchtigen.
- Erhöhte Überlastung: Ein Fluss, der nicht auf Überlastungsanzeigen reagiert, kann zu anhaltender oder erhöhter Netzwerküberlastung führen, was alle Flüsse beeinträchtigt.
- Netzwerkstabilitätsprobleme: Wenn mehrere Flüsse die Überlastungskontrolle untergraben, kann dies zu Netzwerkinstabilität und Leistungseinbußen führen.
Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese potenziellen Auswirkungen nicht schwerwiegender sind als das, was Endknoten durch absichtliches Nicht-Implementieren oder Deaktivieren der Ende-zu-Ende-Überlastungskontrolle verursachen können. Auch ohne ECN können bösartige oder falsch konfigurierte Endsysteme die Überlastungskontrolle in ähnlicher Weise untergraben.