7. Sicherheitserwägungen (Security Considerations)
Die Verwendung des privaten Adressraums hat die folgenden Sicherheitsauswirkungen:
7.1 Netzwerkverschleierung (Network Obscurity)
Private Adressen werden nicht im öffentlichen Internet geroutet, was ein gewisses Maß an "Sicherheit durch Verschleierung" bietet. Die interne Netzwerktopologie ist für externe Angreifer nicht sichtbar, was die Schwierigkeit von Angriffen erhöhen kann. Dies sollte jedoch nicht als primärer Sicherheitsmechanismus betrachtet werden, da "Verschleierung" selbst keine echte Sicherheit ist.
7.2 Adressfälschung (Address Spoofing)
Grenzrouter müssen so konfiguriert sein, dass sie Pakete von außen herausfiltern, die behaupten, aus dem privaten Adressraum zu stammen, da diese offensichtlich gefälscht sind. Ebenso sollten Pakete, die vom internen Netzwerk stammen und Zieladressen im Bereich des privaten Adressraums haben und versuchen, nach außen zu routen, gefiltert werden.
7.3 Firewall-Konfiguration (Firewall Configuration)
Unternehmen, die privaten Adressraum verwenden, sollten die folgenden Faktoren in ihrer Sicherheitsarchitektur berücksichtigen:
- Firewall-Regeln sollten den privaten Adressraum explizit behandeln
- NAT-Geräte sollten als Teil der Sicherheitsgrenze betrachtet werden
- Angemessene Protokollierung und Überwachung sollten implementiert werden
7.4 DNS-Sicherheit (DNS Security)
Wenn nicht korrekt konfiguriert, können private Adressen ins öffentliche DNS gelangen, was zu Folgendem führt:
- Informationsoffenlegung
- Potenzielle DNS-Cache-Poisoning-Angriffe
- Fehlkonfigurationen und Konnektivitätsprobleme
Daher muss die DNS-Konfiguration sorgfältig verwaltet werden, um das Austreten privater Adressinformationen zu verhindern.
7.5 Interne Bedrohungen (Internal Threats)
Der private Adressraum bietet keinen Schutz vor internen Bedrohungen. Unternehmen müssen weiterhin angemessene interne Sicherheitskontrollen implementieren, wie z. B. Zugriffskontrolllisten (ACLs), Authentifizierungs- und Autorisierungsmechanismen.