5. Betriebliche Überlegungen (Operational Considerations)
Unternehmen, die privaten Adressraum verwenden, müssen die folgenden betrieblichen Probleme berücksichtigen:
5.1 Routing-Konfiguration (Routing Configuration)
- Interne Router sollten so konfiguriert sein, dass sie Pakete mit privaten Adressen innerhalb des Unternehmens weiterleiten.
- Grenzrouter müssen so konfiguriert sein, dass sie alle Pakete herausfiltern, die private Adressen als Quell- oder Zieladressen enthalten, um zu verhindern, dass sie ins öffentliche Internet gelangen.
- Router von Internet-Service-Providern sollten so konfiguriert sein, dass sie Routing-Informationen über private Netzwerke ablehnen.
5.2 DNS-Konfiguration (DNS Configuration)
- Wenn ein Unternehmen sowohl private als auch öffentliche Adressen verwendet, müssen zwei DNS-Server gewartet werden:
- Einer, der dem öffentlichen Internet zugewandt ist und nur öffentlich erreichbare Adressen enthält
- Einer, der dem internen Netzwerk zugewandt ist und vollständige Adressinformationen (einschließlich privater Adressen) enthält
5.3 Netzwerkadressübersetzung (Network Address Translation)
- Unternehmen, die von Hosts mit privaten Adressen auf das öffentliche Internet zugreifen müssen, müssen NAT oder Anwendungsschicht-Gateways bereitstellen.
- NAT-Geräte müssen Adress-Mapping-Tabellen pflegen und können zu Leistungsengpässen werden.
- Einige Protokolle und Anwendungen sind möglicherweise nicht mit NAT kompatibel.
5.4 Planung zukünftiger Konnektivität (Future Connectivity Planning)
- Unternehmen sollten einen ausreichend großen privaten Adressraum planen, um zukünftige Wachstumsbedürfnisse zu erfüllen.
- Wenn eine zukünftige Verbindung zum Internet möglich ist, sollten die für die Neunummerierung erforderlichen Ressourcen und Zeit reserviert werden.
- Die Verwendung größerer Adressblöcke (wie 10.0.0.0/8) kann den Bedarf an zukünftiger Neunummerierung reduzieren.