2. VERBINDUNGSSCHICHT (LINK LAYER)
2.1 EINFÜHRUNG (INTRODUCTION)
Dieser Abschnitt beschreibt die Anforderungen für Internet-Hosts, die Broadcast-Medien wie Ethernet, Token Ring oder FDDI-Netzwerke oder Nicht-Broadcast-Netzwerke wie Punkt-zu-Punkt-Verbindungen und X.25 verwenden.
Internet-Host-Software muss (MUST) Unterstützung für eine Verbindungsschicht enthalten, die für das Netzwerk geeignet ist, mit dem sie verbunden ist. Die häufigsten Verbindungsschicht-Protokolle sind Ethernet, IEEE-802-Netzwerke und Punkt-zu-Punkt-Verbindungen, die Protokolle wie SLIP oder PPP verwenden.
Die Verbindungsschicht ist hauptsächlich für Datenübertragung und Rahmenbildung verantwortlich. Sie bietet Dienste für die Internet-Schicht, die die Protokolle IP, ICMP und IGMP umfasst.
2.2 PROTOKOLL-DURCHLAUF (PROTOCOL WALK-THROUGH)
[Inhalt, der die Protokolloperationen auf der Verbindungsschicht beschreibt]
2.3 SPEZIFISCHE PROBLEME (SPECIFIC ISSUES)
2.3.1 Trailer-Protokollverhandlung (Trailer Protocol Negotiation)
Das Trailer-Protokoll ist eine Kapselungstechnik, die in frühen Ethernet-Implementierungen verwendet wurde, um die Leistung durch Vermeidung von Datenkopien zu verbessern. Moderne Implementierungen verwenden normalerweise keine Trailer.
Ein Host kann das Trailer-Protokoll unterstützen (MAY). Wenn Trailer unterstützt werden, müssen sie konfigurierbar sein (MUST), und die Standardkonfiguration muss Trailer deaktivieren (MUST).
2.3.2 Adressauflösungsprotokoll -- ARP (Address Resolution Protocol)
Das Adressauflösungsprotokoll (Address Resolution Protocol, ARP) [LINK:1] wird verwendet, um dynamisch zwischen Internetprotokoll-Adressen und netzwerkspezifischen Hardwareadressen (z.B. Ethernet-Adressen) abzubilden.
2.3.2.1 ARP-Cache-Validierung (ARP Cache Validation)
Eine Implementierung des Adressauflösungsprotokolls (ARP) muss (MUST) einen Mechanismus bereitstellen, um veraltete Cache-Einträge zu löschen. Wenn dieser Mechanismus ein Timeout beinhaltet, sollte es möglich sein (SHOULD), den Timeout-Wert zu konfigurieren.
Ein zwischengespeicherter ARP-Eintrag sollte ungültig gemacht werden (SHOULD), wenn eine ARP-Antwort empfangen wird, die eine andere Hardwareadresse für dieselbe IP-Adresse anzeigt.
2.3.2.2 ARP-Paketwarteschlange (ARP Packet Queue)
Die Verbindungsschicht sollte mindestens ein (das neueste) Paket von jedem Satz von Paketen speichern, die für dieselbe ungelöste IP-Adresse bestimmt sind (SHOULD), und das gespeicherte Paket übertragen, wenn die Adresse aufgelöst wurde.
2.3.3 Ethernet- und IEEE-802-Kapselung (Ethernet and IEEE 802 Encapsulation)
Die Standardmethode zur Kapselung von Internetpaketen in Ethernet-Netzwerken wird in [LINK:2] beschrieben. Dieser Standard definiert das Ethernet-Paketformat und die Methode zur Abbildung von IP-Adressen auf Ethernet-Adressen mittels ARP.
Ein Host, der mit einem Ethernet-Netzwerk verbunden ist, muss Ethernet-II-Kapselung unterstützen (MUST) und sollte IEEE-802.2/802.3-Kapselung [LINK:3] unterstützen (SHOULD).
2.4 VERBINDUNGS-/INTERNET-SCHICHT-SCHNITTSTELLE (LINK/INTERNET LAYER INTERFACE)
Die Verbindungsschicht stellt eine Schnittstelle zur Internet-Schicht bereit und bietet Dienste zum Senden und Empfangen von IP-Datagrammen. Die Schnittstelle muss die folgenden Operationen unterstützen (MUST):
- Senden (Send): Ein IP-Datagramm von der Internet-Schicht akzeptieren und es im Netzwerk übertragen.
- Empfangen (Receive): Einen Frame vom Netzwerk akzeptieren und das enthaltene IP-Datagramm an die Internet-Schicht übergeben.
2.5 ZUSAMMENFASSUNG DER VERBINDUNGSSCHICHT-ANFORDERUNGEN (LINK LAYER REQUIREMENTS SUMMARY)
| Funktion | Abschnitt | Must | Should | May | Not |
|---|---|---|---|---|---|
| Trailer-Kapselungsunterstützung | 2.3.1 | x | |||
| Trailer standardmäßig deaktiviert | 2.3.1 | x | |||
| ARP-Cache-Timeout-Mechanismus | 2.3.2.1 | x | |||
| ARP-Cache-Validierung | 2.3.2.1 | x | |||
| Mindestens ein Paket für ungelöste Adresse speichern | 2.3.2.2 | x | |||
| Ethernet-II-Kapselung | 2.3.3 | x | |||
| IEEE-802.2/802.3-Kapselung | 2.3.3 | x |