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6.1 Extensions to the IP Service Interface (Erweiterungen der IP-Dienstschnittstelle)

6.1. Extensions to the IP Service Interface (Erweiterungen der IP-Dienstschnittstelle)

Multicast-IP-Datagramme werden mit derselben "Send IP"-Operation gesendet, die zum Senden von Unicast-IP-Datagrammen verwendet wird. Ein Protokollmodul der oberen Schicht gibt einfach eine IP-Hostgruppenadresse anstelle einer individuellen IP-Adresse als Ziel an. Es können jedoch einige Erweiterungen erforderlich oder wünschenswert sein.

Erstens sollte die Dienstschnittstelle eine Möglichkeit bieten, mit der das Protokoll der oberen Schicht die IP-Time-to-Live (Lebensdauer) eines ausgehenden Multicast-Datagramms angeben kann, falls eine solche Fähigkeit nicht bereits existiert. Wenn das Protokoll der oberen Schicht wählt, keine Lebensdauer anzugeben, sollte für alle Multicast-IP-Datagramme standardmäßig 1 verwendet werden, sodass eine explizite Auswahl erforderlich ist, um über ein einzelnes Netzwerk hinaus zu multicasten.

Zweitens sollte die Dienstschnittstelle für Hosts, die an mehr als ein Netzwerk angeschlossen sein können, eine Möglichkeit bieten, mit der das Protokoll der oberen Schicht identifizieren kann, welche Netzwerkschnittstelle für die Multicast-Übertragung verwendet werden soll. Nur eine Schnittstelle wird für die anfängliche Übertragung verwendet. Multicast-Router sind verantwortlich für die Weiterleitung an andere Netzwerke, falls erforderlich. Wenn das Protokoll der oberen Schicht wählt, keine ausgehende Schnittstelle zu identifizieren, sollte eine Standardschnittstelle verwendet werden, vorzugsweise unter der Kontrolle der Systemverwaltung.

Drittens (nur Level-2-Implementierungen) sollte die Dienstschnittstelle für den Fall, dass der Host selbst Mitglied einer Gruppe ist, an die ein Datagramm gesendet wird, eine Möglichkeit bieten, mit der das Protokoll der oberen Schicht die lokale Zustellung des Datagramms verhindern kann. Standardmäßig wird eine Kopie des Datagramms zurückgeschleift. Dies ist eine Leistungsoptimierung für Protokolle der oberen Schicht, die die Mitgliedschaft in einer Gruppe auf einen Prozess pro Host beschränken (wie ein Routing-Protokoll), oder die das Loopback der Gruppenkommunikation auf einer höheren Schicht handhaben (wie ein Multicast-Transportprotokoll).